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Ein Furunkel ist eine akut eitrige Entzündung eines Haarbalgs, seiner Talgdrüsen und des darunter liegenden Gewebes. Verursacher dieses Erscheinungsbildes sind Bakterien, meist eitererregende Staphylokoken. Nach der Infektion durch den Erreger bilden sich kleine Buckel auf der Haut, die später im Zentrum eine eitrige Einschmelzung aufweisen.
Furunkel sind meist relativ ungefährlich was die Bandbreite der Folgeerkrankungen betrifft, denn die körpereigenen Fresszellen können zumindest in den Randzonen die Infektion gut unter Kontrolle halten. Deshalb ist eine Streuung der Bakterien in weitere Organe über die Lymph- und Blutwege äußerst selten. Kommt diese Ausnahme jedoch vor, können gefährliche Abszesse entstehen, die sich auch in Lunge und Gehirn absetzen. Dem sollte vorgebeugt werden.
Die Gefahr der Bakterienstreuung kann man mindern indem man ein Furunkel nicht ausdrückt. Sobald es gereift ist wird es sich von selbst öffnen und den Eiter abstoßen. Auf diesem Weg findet die natürliche Heilung statt. Während der akuten Phase ist auf penibelste Sauberkeit zu achten, um sich vor Ansteckung weiterer Hautbereiche zu schützen. Die Bakterien dürfen auch nicht über die Finger auf Nahrung übertragen werden, da sie sonst unmittelbar in den Blutkreislauf eintreten würden und weitere Krankheitsherde streuen.
Furunkel erzeugen ein Spannungsgefühl an der erkrankten Stelle. Der Druck des Eiters kann kurz vor dem Aufbrechen durch einen kleinen Schnitt genommen werden der den Eiter ausfließen lässt. Dies soll ausschließlich durch einen Arzt geschehen, da Eigenexperimente den Zustand nur noch verschlimmern würden.
Zur Behandlung der Furunkelerkrankung wird der Arzt die Gabe von Antibiotika verordnen, damit kann der Krankheitsverlauf verkürzt und eine Weiterverbreitung der Bakterien gestoppt werden.
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