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Die Gicht ist eine - meist erblich bedingte - Stoffwechselkrankheit, die durch eine falsche Lebenshaltung und Ernährungsweise noch begünstigt wird. Bei Gicht ist der Harnsäurestoffwechsel gestört, was die Erhöhung der Konzentration von Harnsäure im Blut zur Folge hat. Gleichzeitig scheidet die Niere nur eine verminderte Menge an Harnsäure aus. Wenn nun die Konzentration der Harnsäure im Blut einen bestimmten Grenzwert überschreitet, bilden sich Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken, aber auch in Knorpeln, Knochen, Schleimbeuteln, Sehnenscheiden, Bindegewebe unter der Haut und in der Niere absetzen können. Dort verursachen sie Reizungen und Entzündungen, die bei Nichterkennung und -behandlung chronisch werden und irreparable Schäden anrichten können. Anfangs hat die betroffene Person keine spürbaren Beschwerden. Erstes Anzeichen einer Gicht ist eine plötzlich auftretende, schmerzhafte Entzündung an einem einzigen Gelenk. Oftmals ist das Großzehengrundgelenk betroffen, aber wie gesagt, es können auch das Sprunggelenk, das Knie-, die Hand- oder die Fingergelenke als erstes betroffen sein. Solch ein Gichtanfall zieht sich über wenige Tage hin, um dann wieder zu verschwinden ohne dass die Gelenke in ihrer Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeit beeinträchtigt worden wären. Erst das wiederholte Auftreten dieser akuten Anfälle führt zu dauerhaften Schäden. So können sich beispielsweise Nierensteine in der Niere bilden, die äußerst schmerzhafte Koliken nach sich ziehen. Wenn erste Verdachtsmomente auftreten, sollte die betreffende Person sofort einen Arzt aufsuchen und sich entsprechend untersuchen lassen. Bei frühzeitiger Erkennung lässt sich die Gicht sehr gut in den Griff kriegen. Durch die Umstellung auf eine entsprechende Ernährung, aber auch mit Hilfe von Medikamenten lässt sich die Gicht heutzutage erfolgreich behandeln.
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