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Die Akupunktur wurde wahrscheinlich schon im 3. Jahrtausend v. Chr. angewendet. Dies belegen Funde von Knochennadeln bei Ausgrabungen. Als Teil der traditionellen chinesischen Medizin ist die Akupunktur fest in die Heilverfahren des asiatischen Raumes integriert. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird diese alternative Heilmethode auch mehr und mehr in Europa angewendet und gilt heute als anerkannte, ergänzende Therapie zur Schulmedizin. Bei der Akupunktur wird von der Existenz verschiedener Energiebahnen, so genannter Meridiane, ausgegangen, auf denen sich insgesamt 361 Akupunkturpunkte befinden. Durch das Erwärmen einiger Punkte und das Einstechen von Akupunkturnadeln werden Blockaden im Körper aufgehoben, damit die Lebensenergie, das Chi, wieder frei fließen kann und Schmerzen abgebaut werden. Eine Akupunkturbehandlung dauert etwa 20-30 Minuten, wobei maximal 16 Nadeln verwendet werden. Etwa 10-15 Sitzungen sind für einen Behandlungserfolg nötig. Moderne Formen der Akupunktur werden mit einem Softlaser oder elektischen Spezialgeräten ausgeführt. Die Akupunktur wird u.a. bei chronischen Schmerzen, Migräne, Tinnitus, Allergien, Asthma und Magen- Darmbeschwerden angewendet. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese alternative Heilmethode bei chronischen Schmerzen im Lendenwirbel- und Kniebereich, wobei die Behandlungen von einem zugelassenen Arzt ausgeführt werden müssen, der als Akupunkteur ausgebildet und zertifiziert wurde. Auch verschiedene Heilpraktiker wenden Akupunktur im Rahmen ihrer Behandlungen an. Da sie Therapiefreiheit besitzen und keine zertifizierten Zusatzausbildungen nachweisen müssen, muss eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen im Vorfeld erfragt werden. Patienten sollten sich immer nach Erfahrung und Ausbildung des Akupunkteurs erkundigen.
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