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Der Begriff Atemtherapie wird sowohl bei medizinischen als auch alternativen Therapieverfahren angewendet. Die klinischen Verfahren der Atemtherapie dienen zur hauptsächlich zur Behandlung von Krankheiten der Lunge und Stimmbänder, werden aber auch bei Erschöpfungs- und Angstzuständen, Migräne oder psychosomatischen Störungen angewendet. Sie dienen zur Behebung von Fehlatmung, Verbesserung der Lungenfunktion, dem Transport von Sekreten und der Kräftigung der Atemmuskulatur. Mit erfahrenen, ausgebildeten Krankengymnasten werden individuell zusammengestellte Atemübungen erlernt und später in Eigenarbeit weitergeführt.
Auch bei alternativen Heilverfahren spielt die Atemtherapie eine wichtige Rolle. Sie wird schon seit Jahrhunderten erfolgreich in der chinesischen Medizin angewendet und heute von Heilpraktikern und in Kureinrichtungen durchgeführt. Die Atmung des Menschen wird von verschiedenen Veränderungen beeinflusst und unterliegt deshalb Schwankungen, die sich direkt auf die Organe, das menschliche Bewußtsein und Nervensystem sowie das Herz- und Kreislaufsystem auswirken. Das Ziel einer Atemtherapie ist die Harmonisierung des Körpers durch den Ausgleich von Körper und Seele. Ein Abbau von inneren Blockaden soll erfolgen.
Es existieren viele verschiedenen Arten der Atemtherapie. Zu den Bekanntesten gehören Quigong und Pranayama, die Atemtechniken des Yoga. Die Bestandteile und Techniken der Atemtherapie gehören zum Fortbildungsprogramm für alternative Heilberufe und Mediziner. Heilpraktiker bieten in der Regel Einzelsitzungen und individuelle Begleitung der Therapie an. In Kureinrichtungen werden auch Gruppensitzungen veranstaltet, die sich mit speziellen Themen, wie Ängste und Depressionen beschäftigen. Der Gruppe werden dann entsprechende Atemübungen vorgestellt. Kostenübernahmen im Bereich der alternativen Atemtherapie sollten mit den Krankenkassen im Vorfeld abgeklärt werden.
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