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Kinesiologie ist eine sanfte, ganzheitliche Heilmethode, welche ihren Ursprung im griechischen Wort "Kinesis" für Bewegung hat und fernöstliche Lehren mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft verbindet.
Kernstück ist der 1964 vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entwickelte Muskeltest. Der Test basiert auf die Erkenntnis der Widerspiegelung psychischer und physischer Vorgänge in den Muskeln. Die Kinesiologie nutzt dieses Biofeedbacksystem des Körpers um Methoden, Substanzen oder Informationen auszutesten, beruhend auf den Muskelwiderstand. Meist wird dazu der Delta Muskel im gestreckten Arm getestet. Der Therapeut wird seine Frage formulieren und dabei Druck auf den Arm des Patienten ausüben, hält dieser der Belastung stand, ist der Muskel stark und intakt, gibt er jedoch nach, ist eine behandlungsbedürftige Blockade oder Störung vorhanden.
Ende der 1970iger Jahre erweiterte John Diamond den Ansatz unter Einbeziehung von Klängen, Farben und Berührung. "Touch for Health" stützt sich auf die Lehre der Beziehung zwischen Energiebahnen und Organen, sowie die Stimulierung entsprechender Reflexpunkte.
Vorwiegend Heilpraktiker, aber auch Zahnärzte, Masseure oder Pädagogen arbeiten nach dem Konzept. Zahnärzte testen die Verträglichkeit des Materials, in Schulen wird mit Edu-Kinesiologie versucht, Störungen zwischen beiden Gehirnhälften, welche zu Lernbehinderungen führen, zu beheben. In der Psychotherapie können Blockaden, welche zum Teil weit in der Vergangenheit zurückliegen und selbst nicht erinnert werden können, aufgedeckt werden.
Heilpraktiker werden nach Durchführung des herkömmlichen Tests den geschwächten Muskel durch Stimulierung entsprechender Reaktionspunkte behandeln und ein ebenfalls ausgetestetes Medikament verordnen. Nach der Behandlung wird in einer weiteren Sitzung das Befinden überprüft.
Kinesiologie ist ein Testverfahren, welches Heilimpulse geben kann, jedoch keine medizinischen Diagnosen stellt. Das wissenschaftlich nicht belegte Verfahren sollte in erster Linie der Fürsorge und Prophylaxe dienen.
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