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Die Überwachung des Blutdrucks eines Patienten gehört heute zum Standard bei jeder ärztlichen Behandlung und ist denkbar einfach. Eine Manschette wird am Oberarm, direkt über dem Ellenbogen, angelegt. Sie ist über einen Schlauch mit einer Art Gummiball verbunden, der zum Aufpumpen der Manschette benutzt wird. Ein anderer Schlauch ist mit dem Messgerät verbunden, welches die gemessenen Werte anzeigt. Da heute in der Regel digitale Geräte verwendet werden, ist die Messung leicht und sehr exakt, selbst medizinische Laien können sie problemlos durchführen. Die nun erhältlichen Blutdruckmessgeräte sind ein enormer Fortschritt, wenn man bedenkt, wie anfänglich der Blutdruck gemessen wurde. Dies war damals eine eher blutige Angelegenheit, denn zur Messung wurde ein Stäbchen in eine Vene oder Arterie eingeführt. Neben Angst des Patienten und Schmerzen bei der Messung gab es in der Regel weitere Komplikationen, wie zum Beispiel häufige Infektionen an der Einstichstelle. Der Assistenzarzt Riva-Rocci entwickelte den Prototypen der heutigen Blutdruckmessgeräte. Ihm zu Ehren wird immer noch von RR gesprochen, wenn es um den Blutdruck geht. Der russische Arzt Korotkow entwickelte diesen Prototypen weiter und verwendete als erster ein Stethoskop zur Messung. Nach ihm wurde das bei der Messung des Blutdrucks typische Geräusch genannt: Korotkow-Geräusch. Es entsteht dadurch, dass das Blut in der Vene oder Arterie durch das Anlegen und Aufpumpen der Manschette abgedrückt wird und nur wenig Blut durch das Öffnen eines Ventils am Gerät wieder fließen kann. Neben den üblichen Blutdruckmessgeräten gibt es inzwischen auch einfache Geräte, die zum Beispiel am Handgelenk angelegt werden. Die ermittelten Werte sind in der Regel allerdings nicht ganz so genau.
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