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Ein Sportkurs in Wirbelsäulengymnastik kann einerseits als vorbeugende Maßnahme, andrerseits aber auch als therapeutisches Mittel bei bereits vorhandenen Beschwerden in Betracht kommen. Angeboten werden diese Kurse von vielen örtlichen Sportvereinen oder Einrichtungen für Erwachsenenbildung wie zum Beispiel den Volkshochschulen. In einem Kurs für Wirbelsäulengymnastik werden verschiedene Aspekte beachtet. Zunächst einmal wird bei jedem Teilnehmer darauf geachtet, in wie weit er die unterschiedlichen Übungen ausführen kann. Alle Übungen sollten im schmerzfreien Ausmaß durchgeführt werden. Das gilt nicht nur für Teilnehmer, die bereits Rückenprobleme haben, sondern für alle. Da Rückenschmerzen häufig mit einer erschlafften Rückenmuskulatur einhergehen, wird gezeigt, wie diese mit einfachen, aber effektiven Übungen gestärkt werden kann. Des Weiteren werden Haltungsübungen für verschiedene alltägliche Tätigkeiten durchgeführt. Das Bücken, Beugen oder auch Strecken der Wirbelsäule, wie es im Haushalt genauso wie im Berufsleben vorkommt, führt durch falsche Haltung häufig zu Problemen, teilweise sogar zu starken Schmerzen. Um diesen zu entgehen, nimmt der Betroffene oft eine so genannte Schonhaltung ein. Das bedeutet aber, dass der Rücken damit nicht entlastet, sondern zu einer weiteren falschen Haltung geführt wird. Bei der Wirbelsäulengymnastik werden daher alltägliche Elemente eingeübt, wie beispielsweise das richtige Heben, Tragen und wieder absetzen schwerer oder sperriger Gegenstände. Alle Übungen sind so konzipiert, dass sie auch zu Hause oder im Beruf ohne weitere Hilfsmittel angewendet werden können. Tägliche Übungen stärken die Muskulatur und fördern die Ausdauer. Wirbelsäulenerkrankungen können zwar durch die Gymnastik nicht geheilt, aber in ihrer Erscheinungsform gemildert werden. Bei regelmäßiger Übung können Betroffene teilweise sogar auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten, da sie lernen, dem Schmerz auf andere Art entgegen zu wirken.
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